LESEPROBE

Ich träumte unglaublich intensiv, dass es ein Paradies gibt. In diesem Traum spürte ich, dass diese Vorstellung irgendwie wahr werden kann und dass dieses Leben doch viel einfacher gedacht ist. Ich träumte, dass Frieden und Liebe sein kann in mir und überall auf dieser Welt. Ich träumte, das Leben würde zum Fest. Ich fühlte es, wie wenn es schon Wirklichkeit ist. Dann erwachte ich aus dem Traum und wusste ganz sicher: Ja – es geht! Nur wie?

Als Wanderer zwischen den Welten erkundete ich die Höhen und Tiefen des menschlichen Seins. Mehr als mir lieb ist erfuhr ich das Leben aus der Perspektive des Unangenehmen, völlig unbewusst und unverständig, warum dem so ist. So begab ich mich immer weiter auf die Suche, mich fragend, warum ich das tue, angezweifelt, teilweise verachtet, teilweise verlacht, angetrieben von einer inneren Stimme die mir immer wieder Signale sandte und sagte „du hast dies oder jenes zu tun oder zu sagen“. Ich stieg immer weiter in menschliche Höhen der Wahrnehmungsmöglichkeiten, die zuweilen und im zunehmenden Maße wörtlich genommen „verrückte“ Erlebnisse mit sich brachten, genauso wie ich in die menschlichen Tiefen der eigenen Hölle von Unzulänglichkeit, Selbstverachtung, -verleugnung, -verurteilung, Selbstzweifel und Selbstzerstörung hinabstieg. Immer mit der Frage „Warum?“. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich Antworten suchte und Antworten bekam. So begann ich sowohl rückwirkend wie auch fortlaufend diese Höhen und Tiefen zu vergleichen und zu erforschen. Ich durchforstete sie nach den Gemeinsamkeiten, genauso wie nach den Gegensätzlichkeiten. Ich drang immer tiefer vor, drehte und wendete, glaubte, zweifelte erneut an und verwob alles was ich fand zu diesem Buch, welches die Erkenntnisse und Erfahrungen meines Lebens im Kontext unserer Gesellschaft aber mit einer neuen Interpretation wiederspiegelt.

Willkommen zum Buch „Fucking Perfect – Erfolg und die Ethik der Seele“.

Dieses Buch zeigt anhand der bekannten Erfolgsmerkmale auf, wie Ängste die Definition von Erfolg maßgeblich beeinflussten und Unbewusstheit uns das Weltbild erschaffen ließ, welches wir derzeit (er)leben. Gleichzeitig weist es einen möglichen Weg, wie dieselben Merkmale verändert und mit nur einer Wahrnehmungserweiterung anders nutzbar gemacht werden können, damit die Bedeutung von Erfolg wie auch unsere Weltsicht, inklusive unserem Verständnis über uns selbst, verändert werden können. Wir sind mit dieser neuen Herangehensweise in der Lage unser Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln auf Frieden, Glück und Liebe in uns und um uns herum auszurichten, damit wir mit jedem der bereit ist, das Paradies auf Erden erschaffen.

In diesem Buch wird dargestellt, wie sich das Leben komplett verändern kann und das auch noch STUPID SIMPLE!!!
Ja richtig es könnte ganz einfach gehen, wenn wir es zulassen. Wie das gehen soll? Nun – wir kehren den Autopiloten lediglich in die richtige Richtung!
Wir müssen nichts neu lernen. Wir müssen weder erfolgreicher sein, noch sonst irgendetwas leisten, denn wir sind bereits ein Erfolg! Ja, wir sind ein Erfolg von unserem ersten Atemzug an – ach was sag ich – schon vorher. Wir haben etwas missverstanden und dürfen uns lediglich daran erinnern.

Erfolgreich sein ist unser Geburtsrecht. DU KANNST NICHT NICHT ERFOLGREICH SEIN!!!

Ich bin mir dessen bewusst, dass einzelne Darstellungen und Gegenüberstellungen in diesem Buch für den ein oder anderen entweder wie Verurteilung oder Fantasterei anmuten werden. Ich möchte bereits an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass mit keiner der Aussagen beabsichtigt ist, in Gut oder Schlecht und Falsch oder Richtig zu spalten. Es geht mir vielmehr darum klarzustellen, dass gewisse Handlungsweisen und Gegebenheiten unseres alltäglichen Lebens, durch einen größeren Bezugsrahmen andere und dienlichere Ergebnisse hervorbringen können. Ich vertrete vehement die Auffassung, dass alles genau richtig ist, wie es ist und doch nichts so bleiben muss, wie es ist.
Ähnlich einem Baby oder Kleinkind, würden wir dessen Versuche der Kommunikation und Interaktion auch nicht als falsch oder schlecht ansehen, nur weil es seinem Entwicklungsstand gemäß die Muttersprache und Körperkoordination noch nicht so beherrscht wie ein Erwachsener nach abgeschlossener Schulbildung. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns als Menschen in dieser bildlich gesprochen frühkindlichen Prägungsphase unserer wahren Potentiale und Möglichkeiten befinden und mangels Kenntnis darüber, uns und unsere Welt so erschufen wie sie jetzt ist.

Was ist Erfolg

Erfolg an sich beruht auf gewissen Merkmalen, ohne deren Zusammenspiel es sehr schwer sein dürfte erfolgreich zu werden oder zu sein. Diese Merkmale, die als Grundgerüst dieses Buches dienen, sind Sehnsucht oder Verlangen, Vertrauen, der innere Dialog, Wissen, Beobachtungsgabe, persönliche Erfahrung, Fantasie, das aktive Tun, Entschlossenheit und Beharrlichkeit, Selbsterkenntnis, Gemeinschaft und die Hilfe von anderen Mensch. Bevor es losgeht, möchte ich uns jedoch in folgendes Missverständnis einweihen:
Der Begriff „erfolgreich sein“, so wie wir ihn bisher kennen, wird anders definiert bzw. bewertet, als ich es in diesem Buch tue. Die alte Deutung des Wortes Erfolg hat – nach meiner Auffassung – sehr viel Mühsal, Anstrengung, Missverständnisse und „Unglück“ hervorgebracht. Wir werden daher das Wort „erfolgreich“ einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen und in diesem Buch immer wieder die Rahmenbedingungen der verschiedenen Sichtweisen von Erfolg einmal anders betrachten.

ERFOLG – REICH sagt grundsätzlich und wörtlich genommen erst einmal nur aus, dass etwas „reichlich erfolgt“. Auf eine Aktion erfolgt eine Reaktion und je öfter diese Aktion geschieht, umso öfter erfolgt eine Reaktion. Somit sind wir reicher an dem, was ERFOLGt. Sprache und Handeln sind Arten der Aktion oder Reaktion und basieren auf Gedanken und Gefühlen, aus denen unsere Angewohnheiten werden. Wenn wir nun häufig etwas sagen oder tun – oder es unterlassen etwas zu sagen und zu tun – dann erhalten wir entsprechend häufig eine Reaktion oder ein Resultat daraufhin.
Reich ist hier im Sinne einer Quantität, also Menge und Häufigkeit zu werten und nicht im Sinne der Qualität.

Franz von Assisi prägte einen, dieses Missverständnis veranschaulichenden Ausspruch:
„Beginne mit dem NOTWENDIGEN, dann dem MÖGLICHEN und plötzlich wirst Du das UNMÖGLICHE tun!“
Dieser signifikante erste Schritt wurde bei der bisherigen Deutung des Wortes Erfolg unterschlagen und führte so zu fatalen Missverständnissen. Im herkömmlichen Sinne von Erfolg erwarten wir bereits mit dem Eintreten desselbigen eine bestimmte, erwünschte Qualität – also den zweiten Schritt – ohne vorab bewusst auf die Qualität der Ausgangshandlung zu achten. Für unseren Erfolg heißt das nun, dass wir mit der Erwartung der Qualität schon beim Möglichen sind. Das Notwendige, nämlich was wir wie hinaus geben, beachten wir bisher wenig bis nicht, weil allzu oft noch völlig unbewusst agiert wird. Unsere wahre Motivation ist zumeist gut versteckt und verschleiert, wir agieren und reagieren sehr oft unbewusst. Wir tun oder erwarten den zweiten Schritt, bevor wir mit dem ersten Schritt begonnen haben.

Hierin ist ein nicht unbeträchtlicher Teil der Selbst-Verantwortung verborgen. Wir erkennen an dem Wort „Antwort“ in Selbstverantwortung, dass es hier um eine grundlegende Wahrheit über uns selbst geht. Welchen qualitativen Ursprung haben unsere Worte und Taten, also unsere Antwort, wenn wir unser Leben und diese Welt betrachten?

Quantitativ gesehen haben wir immer Erfolg, egal was in unserem Leben passiert.
Wir können den größten Scheiß erleben, es ist und bleibt dennoch das Ergebnis unserer Handlungen, also UNSER Erfolg.
Es ist einfach nur das was ERFOLGT, entsprechend dem, was wir gesät haben. Alles, was uns widerfährt ist eine Konsequenz unserer Gedanken, Aussagen und Handlungen – ob nun im erwünschten oder im unerwünschten Sinne – zunächst „erfolgen“ diese Konsequenzen völlig wertungsfrei, im Kleinen wie im Großen. Offensichtlich beherrschen wir von jeher die Gesetzmäßigkeiten von Erfolg. Wir könnten es aber genauso gut Resonanzgesetz, Gesetz der Anziehung oder Spiegelgesetz, Aussaat und Ernte oder Erfolgsprinzipien nennen – es geht immer um das Gleiche – um das Prinzip des Lebens selbst.
Wir selbst sind der Erfolg, denn wir sind das Gesetz oder Prinzip selbst. Jeder Anteil von uns ist darauf ausgerichtet, so wie es allgegenwärtig in Natur und Umwelt zu finden ist. Oder ist irgendjemandem bekannt, dass man einen Wassertropfen in die Schule schicken und ihm beibringen müsste, wie es zu bewerkstelligen ist, unter Einwirkung von Hitze oder Sonne seinen Zustand zu verändert um als Wasserdampf gewisse Schwerkraftgesetzt nicht mehr berücksichtigen zu müssen, damit er dann aufsteigt, sich sammeln und verdichten kann? Mir ist nicht bekannt, dass man einem so veränderten Wassertropfen beibringen müsste, wie es funktioniert, wieder zu einem Wassertropfen zu werden oder als einzigartige und perfekt gestaltete Schneeflocke wieder auf die Erde zu fallen, um den ewigen Kreislauf des Lebens fortzuführen. Wieso um alles in der Welt meinen wir Menschen, dass wir nicht nach denselben Gesetzmäßigkeiten „funktionieren“ wie alles Leben um uns herum?

Aktion und Reaktion sind Angewohnheiten

Angewohnheiten sind der Definition des Dudens nach Handlungen, Haltungen und Eigenheiten, die durch häufige und stetige Wiederholung selbstverständlich geworden sind. Handlungen, Haltungen und Eigenheiten, die oft nur noch unbewusst oder mechanisch ausgeführt werden bzw. präsent sind. Alles was derzeit existiert beruht auf der Sicht, wie wir Erfolg bisher definieren. Angewohnheiten zeigen unser „WIE“ der Beziehung zu allem was wir selbst sind und allem was uns umgibt.
Das heißt so viel wie, wir bemerken erst was wir tun, denken, fühlen und sprechen, wenn wir beginnen, bewusst darauf zu achten. Bisher wurden Aktionen und Reaktionen oder Resultate, die nicht nach dem eigenen oder dem Gutdünken bzw. Wunsch anderer entsprachen, als Misserfolg deklariert. Doch nach unserer neuen, sehr einfachen – ich sagte ja bereits: stupid simple, oder back to the roots – Wortdefinition erahnen wir bereits, dass wir hier einem fatalen Irrtum unterliegen.
Was ist Misserfolg wirklich? Interessanterweise definieren wir bisher das Wort Misserfolg im Sinne von fehlendem Erfolg, anstatt es dem ursprünglichen Kontext gemäß – es fehlt an Qualität sowohl bei Aktion wie Reaktion – zu definieren. Statt den Fokus auf den Mangel an Erfolg zu richten, birgt dieses Wort eigentlich die Lösung in sich. Wenn der Fokus auf der Ursache statt auf der Auswirkung liegt, können wir erkennen, dass tatsächlich etwas fehlt – die Qualität. Ursache ist hier die Aussaat, Auswirkung die Ernte. Es wird nicht ein besseres Ergebnis verMISSt, sondern die Qualität der Aussaat. In jeder unserer eigenen Aktionen liegt die Macht der Veränderung und der Ansatz für die wahre Macht und Magie unserer Angewohnheiten.

Die Grundmotivation der Angewohnheiten

All unsere Angewohnheiten basieren darauf, wie wir Erfolg definieren und interpretieren.
Bei den so genannten erfolglosen Menschen ist der überwiegende Teil der Angewohnheiten schlichtweg negativ motiviert oder auch mangelorientiert und -motiviert, wohingegen bei so genannten Erfolgreichen der überwiegende Teil der Angewohnheiten eine positive Motivation aufweist, also an Fülle orientiert und durch Fülle motiviert ist. Dennoch scheint oft eine gewisse Grundmotivation zu fehlen, wenn wir uns derzeit bewusst umsehen und die Resultate auf dieser Erde im Kleinen wie im Großen betrachten. Was ist also die Qualität die fehlt? Wir werden noch sehr ausführlich darauf eingehen.

Es lassen sich grundsätzlich zwei Hauptmotivationen beim Menschen unterscheiden. Zum einen ist es das, was wir Angst oder Mangel und das, was wir Liebe oder Fülle nennen. Alles, was wir bisher als Misserfolg definiert haben, ist ebenso Erfolg, wie alles, was wir bisher als Erfolg definiert haben. Alle zusammen sind Erfolge im Sinne der Naturgesetze oder Erfolgsprinzipien.
Das bedeutet, dass wir die Erfolgsgesetze oder –Prinzipien schon unser ganzes Leben lang anwenden – wenn vielleicht auch nicht immer bewusst. Jeder von uns tut dies zu jeder Zeit, immer – es geht gar nicht anders! Erfolgreich ist selbst jener, der das unglücklichste oder elendste Leben führt, denn er hat eben jene Dinge gedacht, gefühlt, gesagt, getan und oft auch unterlassen, die jenen (Miss-)Erfolg als Konsequenz dessen brachten. Jener hat genauso gedacht, gesprochen, gehandelt oder unterlassen, wie jeder andere auch. Doch er hat es aus der Grundmotivation der Angst und des Mangels getan. Was jener erntet ist, nach unserer Wortdeutung, ebenso erfolgreich, wie wenn ein anderer in Liebe, Achtsamkeit, Wohlwollen, Hoffnung und Freude fülleorientiert agiert.

(Erfolg-)REICH WERDEN BEIDE!!!! DIE FRAGE IST NUR AN WAS???

Was ich damit klarmachen will ist, dass wirklich jeder die Erfolgsprinzipien – ob bewusst oder oftmals unbewusst – bereits anwendet. JEDER!!! AUCH DU!!!
Wie aber kann es nun sein, dass wir trotzdem eine Welt haben, die so aussieht, wie sie aussieht? Nun wir alle haben eben jene Dinge gedacht, gefühlt, gesagt, getan und oft auch unterlassen, die wir im Sinne von Erfolg, wie wir in bisher definieren als richtig erachteten, was uns jedoch den Miss-Erfolg den wir heute sehen, als Konsequenz dessen bringt. Das was das Kollektivbewusstsein – welches eigentlich noch Kollektivunbewusstsein heißen müsste – erschaffen hat, ist das, was uns heute Erfolg und Misserfolg beschert. Die Aussage „ich habe (keinen) Erfolg“ ist ein Missverständnis. Wir machen uns selbst etwas vor, weil wir unsere Verantwortung und damit unsere Macht noch nicht wirklich erkannt haben.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“(Albert Einstein)
Dieser Spruch trifft den Nagel auf den Kopf. Unser bisheriges Denken über Erfolg erschafft die Welt die wir jetzt sehen. Liebe und eine darauf basierende neue Definition von Erfolg, kann aus derselben Welt das Paradies entstehen lassen, welches schon die ganze Zeit da war.